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Colin Goldner: Karma und Reinkarnation

Laut Dalai Lama sei grundlegend für den Buddhismus das "Gesetz von Ursache und Wirkung", zusammengefasst unter dem Begriff "Karma" (sankrit: Handlung): "Da eine Ursache eine Wirkung hervorruft, die ihrerseits wiederum die Ursache einer weiteren Wirkung ist, spricht man von der Kontinuität des Bewußtseins. Das Bewußtsein befindet sich in einem ständigen Fluß und sammelt von einem Augenblick zum anderen Erfahrungen und Eindrücke".

Colin Goldner: Buddhistischer Djihad? Das Kalachakra Tantra

Das größte Kultspektakel des tibetischen Buddhismus, das sogenannte "Große Kalachakra-Tantra", wird in unregelmäßigen Abständen und an unterschiedlichen Orten in aller Welt in Szene gesetzt, geleitet jeweils von "Seiner Heiligkeit" dem Dalai Lama höchstpersönlich, der sich als oberster Repräsentant des "spirituellen Tibet" versteht.

Colin Goldner: Einf├╝hrung in den Tibetischen Buddhismus

1. Geschichte des Buddhismus

Der Ursprung der buddhistischen Lehre ist in Dunkel gehüllt. Schriftliche Quellen aus der Entstehungszeit gibt es nicht, vermutlich hat es nie welche gegeben. Die ersten greifbaren Zeugnisse, Säulenedikte des nordindischen Maurya-Kaisers Ashoka (272-237 v.u.Z.), stammen aus einer Zeit, als der Buddhismus bereits eine etablierte Religion mit fester kirchlicher Organisation, Dogmatik und Tradition darstellte. Die ältesten buddhistischen Schriften - der sogenannte Pali-Kanon -, datieren aus dem zweiten und ersten Jahrhundert v.u.Z. Es handelt sich dabei um eine später formatierte und dreigeteilte Textsammlung, deren einer Teil sich mit Ordens- und Gemeinderegeln (Vinaya-Pitaka) befasst und deren beide andere Teile sich um die bis dahin mündlich überlieferten Lehrreden Buddhas (Sutta-Pitaka) beziehungsweise deren metaphysischen Überbau (Abhidhamma-Pitaka) drehen. Ausgehend von den in sich schon sehr legendenhaften Schriften des Sutta-Pitaka - diese gaben eine über zumindest zehn Generationen sich hinziehende und damit zahllosen Fremdeinwirkungen unterworfene orale Tradition wider - entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten eine umfängliche und von Text zu Text immer noch phantastischer ausgestaltete Literatur zur Entstehungsgeschichte des Buddhismus.

Colin Goldner: Mythos Tibet

Wie ein diktatorisches Mönchsregime romantisch verklärt wird

Es geht um die Menschen in Tibet, um ihre soziale Befreiung und um ihre individuelle Selbstbestimmung.  Tibet soll frei sein von der chinesischen Miltärdiktatur.  Es soll aber ebenso frei sein vom gewalttätigen religiösen Feudalismus der tibetanischen Lamas.

Das Bild des „alten Tibet”, wie es, verbreitet über unzählige Bücher und Schriften, heute im Westen geläufig ist, zeigt das eines Paradieses auf Erden–des mythischen Shangri-La, das den Menschen ein glückliches und zufriedenes Leben in Einklang mit sich selbst, der Natur und den Göttern zu führen erlaubt habe. 

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