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Informationen im Internet

Die ganz überwiegende Mehrzahl der Artikel und Nachrichten im Internet berichten über den Dalai Lama, dessen Politik und die Situation im heutigen Tibet aus einer vermeintlich „pro-tibetischen“ Perspektive – soll heißen: die Positionen der diversen exiltibetischen Verbände werden mehr oder weniger unhinterfragt übernommen. Die hier vorgestellten Einzelbeiträge, Webseiten und Blogs bieten andere Sichtweisen auf den tibetischen Buddhismus wie auch auf die Lage in der Autonomen Region Tibet. Sie sind ihrerseits manchmal einseitig, doch angesichts der zahlreichen verdrehten oder gar manipulierten Informationen, die über die westlichen Medien verbreitet werden, eine unverzichtbare alternative Informationsquelle.


 

Nora Bartels: Besetzt oder Befreit?

Die Minderheitenpolitik der Volksrepublik China (veröffentlicht am 17.5.2008)

Die Sinologin und Japanologin Nora Bartels kritisiert die undifferenzierte Darstellung der Zusammenhänge in der gespannten Beziehung zwischen der Autonomen Region Tibet und der chinesischen Regierung in den westlichen Mainstream-Medien. Unzureichend recherchierte, vorsätzlich verdrehte oder zum Teil sogar falsche Informationen führen laut Bartels zu einem einseitig negativen Bild Chinas, das in vielen Punkten nicht der Realität entspricht. Die Verfasserin informiert über die Minderheitenpolitik der Volksrepublik, die sie als alles andere als diskriminierend bewertet. Außerdem wirft sie einen kritischen Blick auf das tibetische Gesellschaftssystem vor 1950 und die „hysterischen Aussagen“ der tibetischen Exilregierung.
http://www.jungewelt.de/2008/05-17/022.php?sstr=tibet


Colin Goldner: Der Schein heiligt die Mittel (veröffentlicht am 20.5.2008)

Der Autor beschreibt, wie die Exiltibeter die Olympischen Spiele funktionalisieren möchten, um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu erreichen. Dabei zeigt er, dass die zu erwartenden Aktionen von langer Hand vorbereitet wurden: Nach Beratungen mit der Südtiroler Volkspartei, die sich für Autonomie und gegen „Überfremdung“ ihrer Region einsetzt, wurde Anfang 2008 der Kampfverband Tibetan People’s Uprising Movement gegründet. Der Autor zeigt sich überzeugt, dass dieser auch militant gegen die chinesische Militärherrschaft in Tibet agieren werde und verweist auf die lange Tradition derartiger Aktionen seit dem Guerillakampf der 1960er Jahre. Die gewalttätigen Ausschreitungen vom März 2008 sieht er durch die Rede des Dalai Lama anlässlich des Jahrestags des Aufstandes von 1959 ausgelöst.
http://www.kpoe.at/index.php?id=104&tx_ttnews%5Btt_news%5D=897&cHash=ffd49bb9e8


Victor und Victoria Trimondi: Die Apokalypse des Dalai Lama

Kritische Thesen zum Kalachakra Tantra und zum Shambhala Mythos

Ein informativer Artikel der Buddhismus-Kritiker Victor und Victoria Trimondi zum Thema Kalachakra-Tantra. Vor dem Hintergrund der Entlarvung des Kalachakra-Tantra und des darin enthaltenen Shambhala-Mythos als zutiefst brutale und grausame Elemente des tibetischen Buddhismus fordern die Autoren einen reflektierten und kritischen Umgang mit dieser Religion. Den tibetischen Religionsführern wird zudem eine Offenlegung der undurchsichtigen Rituale und eine öffentliche Distanzierung von problematischen Inhalten nahegelegt. Anhand der Beschreibung einer Vielzahl von erschreckenden Beispielen wird deutlich, dass sich der im Westen fälschlicherweise als friedlich charakterisierte tibetische Buddhismus nicht von anderen fundamentalistischen Glaubenssystemen unterscheidet.  
http://www.iivs.de/~iivs01311/Kalachakra/dec.dt.htm


Edi Goetschel: Von oben diktiert

Das Kalachakra-Tantra als Legitimation politischer Macht

Der Autor beschreibt in seinem Artikel die Entstehung des Kalachakra-Tantra, das als der letzte offenbarte heilige Text der tibetischen Buddhisten gilt. Dass das Kalachakra-Tantra und die damit bis heute vollzogenen rituellen Initiationen keinesfalls friedliche Zielrichtungen verfolgen, sondern vielmehr als buddhistische Variante eines „heiligen Krieges“ verstanden werden können und als Legitimation politischer Macht missbraucht werden, versucht der Autor anhand einiger Beispiel aus Geschichte und Gegenwart zu erläutern.
http://www.yabyum.ch/archiv/yy000822.htm


Barbara Rogers: Spiritualität zementiert die Blindheit der Kindheit

Barbara Rogers erläutert in ihrem Aufsatz, dass Gefühle als vitale Botschafter der Seele durch autoritäre spirituelle und religiöse Systeme unterdrückt werden. Sie vertritt die Auffassung, dass Menschen, die den Glaubensinhalten anderer unvoreingenommen folgen, sich selbst nicht treu sein können, da die Verurteilung der Gefühle, die in Glaubenssystemen üblich sei, schließlich dazu führe, dass der Mensch nicht mehr authentisch und „er selbst“ sein könne. Den tibetischen Buddhismus charakterisiert Rogers als eine zutiefst brutale Religion, in der durch Meditation Gefühle verneint werden und ein freies, kritisches Denkens unmöglich ist.
http://www.screamsfromchildhood.com/Spiritualitaet_macht_uns_blind_.html


Peter Symonds: Die schmuddelige Politik des tibetanischen Buddhismus

Die Flucht des Karmapa Lama aus Tibet (veröffentlicht am 24.3.2000)

Der Autor nimmt in seinem Artikel die Flucht des 14-jährigen tibetischen Mönchs und inthronisierten 17. Karmapa Lama Ugyen Trinley Dorje um den Jahreswechsel 1999/2000 zum Anlass, um kritisch über die erbitterten Fraktionskämpfe innerhalb des tibetischen Lamatums zu berichten. Dabei fasst er auch die Folgen des Lamaismus für das (bis heute rückständige) Gesellschaftssystem und die politischen Machenschaften der exiltibetischen Regierung ins Auge. Zwei Abschnitte über die Verbindung der tibetischen Aufstandsbewegung mit der CIA und die Bewegung „Freiheit für Tibet“ runden den Artikel ab und verdeutlichen, dass beim Gottkönig“ Dalai Lama und seinem Umfeld allzu menschliche Eigenschaften wie Geld- und Machtgier auszumachen sind.
http://www.wsws.org/de/2000/mar2000/lama-m24.shtml


Wie aus einem terroristischen Mob „Freiheitskämpfer“ werden

Terror in Lhasa: Die Hetze gegen die VR China geht in die nächste Runde (veröffentlicht 16.3.2008)

Der Artikel setzt sich kritisch mit der Abspaltungspolitik des Dalai Lama auseinander und identifiziert den gar nicht so toleranten „Gottkönig“ und seine Anhänger als gewalttätige und vorsätzliche Krawallmacher, die die Hetze gegen den vermeintlichen Feind und Unterdrücker China kurz vor den Olympischen Spielen in Peking strategisch geschickt und mit allen Mitteln forcieren, um damit eine pro-tibetische Stimmung in der Weltöffentlichkeit zu erreichen. In seinem Kampf gegen die „ethnische Überfremdung“ und „Zerstörung der tibetischen Kultur“ kann sich der Dalai Lama auf die Unterstützung der westlichen Regierungen verlassen. Bereits in den 1960er Jahren ermöglichte ihm dies, so der Vorwurf der Autoren, nicht nur ein ausschweifendes Leben im Exil, sondern auch den Unterhalt einer Guerilla-Armee.
http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=623&PHPSESSID=bb31cbd7d394f28c6bc96b76bebeb601


Dalai Lama, not welcome! (veröffentlicht 15.7.2007)

Dreiteiliges Dossier anlässlich des Deutschlandbesuchs des Dalai Lama im vergangenen Juli, das die besondere Beziehung des Dalai Lama zu Deutschland und seine Politik genauer unter die Lupe nimmt.

Teil 1: Tibet und die Nazi-Connection

Der erste Teil des bebilderten Dossiers mit dem Titel „Dalai Lama, not welcome!“ beginnt mit einer kurzen Biographie Lhamo Dhöndrups, des späteren XIV. Dalai Lama. Anschließend wird die politische und religiöse Entwicklung Tibets bis 1950 erläutert, bevor der Frage nachgegangen wird, warum Nazi-Deutschland Anfang der 1940er Jahre in einen beinahe hysterischen „Tibet-Hype“ versetzt wurde.
http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=444

Teil 2: Die Befreiung Tibets

Der zweite Teil des Artikels „Dalai Lama, not welcome!“ wendet sich noch einmal den fragwürdigen Nazi-Freunden des Dalai Lama zu. Besonders vom prägenden Einfluss des österreichischen Bergsteigers und SA-Mitglieds Heinrich Hallers wird berichtet. Anschließend wird die politische Entwicklung Tibets nach dem Einmarsch der chinesischen Volksbefreiungsarmee 1950 und die Zeit bis zum Aufstand und zur Flucht des Dalai Lama und seiner Anhänger ins indische Exil im Jahr 1959 behandelt.
http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=445

Teil 3: Der Dalai Lama zu Gast bei Freunden

Im dritten Teil des Dossiers wird vom aufwändigen Leben der tibetischen „Exilregierung“ in ihrem Zufluchtsort nahe Dharamsala in Indien berichtet. Dort empfing der Dalai Lama nicht nur seine Freunde mit NS-Vergangenheit und obskure Sektenführer, wie beispielsweise Shoko Asahara, den Gründer der japanischen Aum-Shinrikijo-Sekte, sondern auch diverse deutsche Politiker, die ihm seit jeher ihre uneingeschränkte Bewunderung und ihren Respekt entgegenbringen – und dadurch seine Tiraden gegen China indirekt unterstützen. Neben Beispielen für diverse Ehrungen des Dalai Lama in Deutschland werden einige Punkte der deutsche Resolution gegen China von 1996 sowie Hauptaspekte der exiltibetischen Propaganda zusammengefasst.
http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=446


Kindesmissbrauch und Giftgas. Die wirkliche Welt des Dalai Lama

Der Artikel thematisiert die Brutalität des tibetischen Buddhismus und nennt eine Vielzahl von Beispielen für dessen menschenverachtende Gesellschaftsordnung. Die Frauenfeindlichkeit der Religion und das tibetische Strafrecht kommen dabei ebenso zur Sprache wie die Verbindung der Lamas mit den Nazis und die Hintergründe, die schließlich zur Exilsituation des Dalai Lama geführt haben. Warum sich der Buddhismus trotz bekannter Negativbeispiele im Westen immer noch so großer Beliebtheit erfreut, führt der Autor vor allem auf dessen Exotik zurück.
http://www.sozialismus.net/zeitung/mr17/dalai-lama.html


Colin Goldner: Die Finanziers des Dalai Lama (veröffentlicht am 7.8.2008)

In dem Artikel stellt der Autor vor dem Hintergrund der Proteste von Aktivisten der Students for a free Tibet während der Olympischen Spiele in Peking, dass diese Gruppe wie auch weitere sog. Tibet-Unterstützer und auch die exiltibetische Administration selbst von einer CIA-nahen Stiftung finanziell unterstützt werden. Bereits während des Guerillakrieges in den 1960er Jahren, so der Autor weiter, erhielten die tibetischen Kämpfer von der CIA logistische und finanzielle Hilfen.
http://hpd.de/node/5212


Eine medienkritische Webseite, deren Betreiber betonen, dass sie nicht mit der chinesischen Regierung in Verbindung stehen. Zu sehen sind zahlreiche Bilder und Filmsequenzen, anhand derer westlichen Medien eine tendenziöse, in vielen Fällen sogar manipulative Darstellung der Vorfälle in Tibet (insbesondere im März 2008) nachgewiesen wird. Optisch und technisch ließe sich an der Seite einiges verbessern, die Fülle an aufgedeckten Falschmeldungen macht sie hingegen zu einer wichtigen Informationsquelle.
http://www.anti-cnn.com/


Ein betont einseitig pro-chinesischer Blog eines deutschen China-Kenners mit vielerlei Informationen zu diverse Themen, u.a. kritische und aufschlussreiche Berichte und Fotos abseits der Mainstream-Berichterstattung über die aktuellen Auseinandersetzungen in und um Tibet und die Olympischen Spiele.
http://www.chinapur.de/html/tibet_und_china-bashing.html